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Gestern

Wallfahrt 2016

Am 21. September fand die jährliche Wallfahrt in Anwesenheit verschiedener bekannter Menschen aus der Politik (Verteidigungsminister Steven Vandeput, wallonischer Minister für Haushalt, Herr André Flahaut ...), Diplomaten (die Botschafter Deutschlands, Herr Rudiger Lüdeking) und aus Großbritannien, Frau Alison Rose ...), aus der militärischen Instanz (Leiter des Generalstabs, General Marc Compernol, Generalfeldwebel Kommandant für die Flämische Region, Generalmajor Charles van der Auwera und viele andere), sowie mit mehrere hundert andere Menschen statt. Unter ihnen waren zahlreiche Kinder und Enkel von politischen Gefangenen, Deportierten und ehemalige Soldaten.

Unter strahlender Sonne legten Schüler niederländischsprachiger (VIBSO Waregem und Atheneum von Anderlecht) und französischsprachiger Schulen (Sacré-Coeur van Ganshoren) jeweils eine Blume als Erinnerung an die Tragödie, die vor etwa 75 Jahren im Fort von Breendonk stattfand, nieder. Zuvor hatten sie mit einem Guide die Gedenkstätte besucht und die Zeitzeugen Louis Boeckmans (Ex-Häftling von Breendonk) und Paul Sobol (deportierter Jude nach Auschwitz) getroffen, die ihre Erfahrungen mit den Jugendlichen teilten.

 

 

Kampftaucher

Am Dienstag den 30. September trainierten die Kampftaucher des 11. Bataillons des Genie van Burcht im Festungsgraben von Fort Breendonk. Während ihrer Übungen wurden verschiedene Gegenstände aud der Erde ausgegraben; unter anderem auch ein alter Feuerwehrhelm aus der Stadt Lüttich.

 

 

Befreiung! BELGIER IN DEN DEUTSCHEN Lagern (02/04/2015 - 31/05/2016)
Die nationale Gedenkstätte Fort Breendonk erinnert 2015 dem 70. Jahrestag der Befreiung der deutschen Lager .

1945 - 2015:

 Befreiung! Nach dem Krieg erkennt der belgische Staat etwa 42.000 Belgier als politische Gefangene an, von denen 13.000 gestorben sind. Viele von ihnen werden in ehemalige deutsche Lager deportiert, unter anderem auch aus Breendonk. Nach Kriegsberichterstatter Paul M.G. Lévy, der selber ein ehemaliger Häftling von Breendonk und der spätere Vorsitzende der Gedenkstätte war, geht der Besucher "auf die Suche nach den deportierten Belgiern".


Als Lévy sich 1940 weigert, unter dem deutschen Regime zu arbeiten, wird er verhaftet und schließlich für ein Jahr im Auffanglager Breendonk festgehalten. Nach seiner Entlassung flieht er nach London, um dort unter anderem für "Radio Belgique" in den BBC-Gebäuden zu arbeiten. 1944 gelingt ihm die Rekrutierung als Kriegsberichterstatter bei der Befreiung Belgiens, gemeinsam mit dem Filmemacher und Fotografen Raphaël Algoet folgt Lévy verschiedenen alliierten Truppen durch Belgien, den Niederlanden und Deutschland. Sie lassen sich von Umständen und persönlichen Interessen leiten. Lévy und Algoet besuchen oft Lager und Gefängnisse. Der erste Teil der Ausstellung befasst sich mit einigen Lagern und Orten auf ihrer Route: Bergen Belsen, Berchtesgaden, Dora-Mittelbau, Buchenwald, Dachau .... Das Phänomen der "Deportation" wird ebenfalls beleuchtet.

 

Ab August 45 reist Lévy als technischer Berater des belgischen Kommissariats für Repatriierung (BCR) Zurückbringung/ Rekonstruktion vermisster und toter Menschen erneut durch das ehemalige Dritte Reich. Dieses Mal ohne Algoet. Der Schwerpunkt liegt nun auf der Suche nach (vermissten) Belgiern und der Verbesserung der damit verbundenen Verfahren und Zurückbringung/ Rekonstruktion vermisster und toter Menschen. In Zusammenarbeit mit dem Föderalen Öffentlichen Dienst Soziale Sicherheit, Generaldirektion Kriegsopfer, wird die Rolle der BCR im zweiten Teil der Ausstellung erläutert.

 

Die Ausstellung in Fort Breendonk erhält Unterstützung des Nationalen Verbands der politischen Gefangenen und Rechteinhaber (NCPGR). Sie erinnert an die Befreiung Belgiens und handelt unter anderem von der Suche nach Belgiern nach der NS-Zeit anhand von Fotos (aus den Archiven von CegeSoma), Filmbildern (aus den Archiven der Cinematek und Médiathèque) und Gegenständen von Lévys Reisen. Zur gleichen Zeit organisiert Kazerne Dossin eine Ausstellung, in der die Geschichte der Befreiung des Lagers Buchenwald und der Mission Zeeland im Mittelpunkt steht.

 

Die Doppelausstellung „Befreiung! Belgier in deutschen Lagern“ ist eine Zusammenarbeit mit dem Studien- und Dokumentationszentrum für Krieg und Zeitgenossenschaft (CegeSoma), der Nationalen Gedenkstätte Fort von Breendonk und Kazerne Dossin.

 

Die Ausstellung wurde auf Niederländisch und Französisch erstellt und richtet sich an ein breites Publikum. Sie besteht aus 22 großen Tafeln, auf denen unter anderem Fotos und Karten abgebildet sind. Separat sind etwa vierzig vergrößerte Fotos gezeigt. Darüber hinaus umfasst sie sechs Vitrinen mit verschiedenen Objekten zum Leben in den Konzentrationslagern und den Reisen von Paul M.G. Lévy durch das Dritte Reich.

Unveröffentlichte Aufnahmen und Tonfragmente, ergänzt mit acht Schaufensterpuppen, machen die Befreiungsgeschichte "Belgier in deutschen Lagern" greifbar

 

 

10.JANUAR 2016: Vorlesung "Buch der Lager"

 

Am Sonntag den 10. Januar um 11 Uhr wird Sis Van Eeckhout einen Vortrag (auf Niederländisch) über das "Book of Camps" halten, das er aktualisiert und neu herausgegeben hat. Dieser vollständigste Überblick über die deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager während des Zweiten Weltkrieges ist das Lebenswerk von Ludo van Eck (Pseudonym für Ludo van Eeckhout, Vater von Sis und selbst ehemaliger Dachauer). Nach dem Krieg besuchte und studierte er alle Lager, so dass der unmenschliche Horror der Nazis niemals vergessen werden würde. Seine Mission führte zu diesem monumentalen Standardwerk, das seit den 1970er Jahren unzählige Neuauflagen und in diesem Jahr sowohl inhaltlich als auch fotografisch auf moderne Weise zu sehen war. Am Nachmittag folgen ein Buchverkauf und eine Autogrammstunde (13 Uhr) sowie eine Themenführung über "Breendonk und die anderen Lager

 

 

Tripadvisor 2015

Das Memoriaal wurde 2014 und 2015 von Tripadvisor "ausgezeichnet" und erhhielt ein Zertifikat. Dieses Zertifikat bezieht sich auf das viele
gute Feedback, das Reisende von Tripadvisor nach ihrem Besuch in Fort Breendonk gegeben haben. In dem geschriebenen Feedback auf der Website von Tripadvisor wird besonders oft die gute Qualität in Bezug auf Ausstellungen, Führungen und die übermittelten Botschaften der Gedenkstätte gelobt.

 

 

Sommerlager im Fort Breendonk

In Fort Breendonk gibt es zusätzlich neben den gewohnten Führungen durch die Gedenkstätte viele weitere Ausstellungen und Veranstaltungen. Einer dieser zusätzlichen Veranstaltungen ist das Sommercamp. Dieses wird organisiert von der Organisation Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF). ASF ist ein gemeinnützige Organisation und sendet Freiwillige für 12 Monate in verschiedene Länder, unter anderem auch Belgien. Jedes Jahr sendet ASF Belgien vierzehn Freiwillige in verschiedene Projekte in Flandern, der Wallonie und nach Brüssel (eine*n Freiwillige*n auch nach Fort Breendonk). Aktion Sühnezeichen Friedendienste ist eine christliche Organisation und wurde 1958 gegründet. Trotzdem steht ASF anderen Religionen und Glaubensrichtungen offen. Die Erinnerung an die Verbrechen, die zur Zeit des Naziregimes und des Zweiten Weltkrieges gegen viele Gruppen von Menschen in Europa begangen wurden, ist ein Grund für ASF, sich gegenwärtig in jeglicher Form gegen Diskriminierung zu engagieren. ASF möchte auf die Folgen dieser Terror- und Gewaltgeschichte aufmerksam machen und konzentriert sich hierbei darauf aktuelle Formen von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten entgegen zu wirken.

Neben den Freiwilligen, die jedes Jahr von ASF ins Ausland gesendet werden, gibt es auch sogenannte Sommercamps von ASF, die schon zweimal in Breendonk stattgefunden haben. Bei diesen Sommercamps setzten sich die Teilnehmer*innen mit der Geschichte des ersten und zweien Weltkriegs in Belgien auseinander. Zudem standen bei den Sommercamps in Fort Breendonk Wartungsarbeiten auf dem Programm.

 

Kontakt zu ASF können sie folgendermaßen aufnehmen:

 

Contact:

ASF België vzw
Vredesdienst
Jozef II-straat 174
1000 Brussel
BELGIË


Tel: +32 (0)2 234 68 27
Fax: +32 (0)2 231 14 13
belgien@asf-ev.de

 

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